Von der Idee zur fertigen Vase
Die „Linda Vasen“ heben sich von klassischen Vasen durch eine außergewöhnliche Form und durch die feine Reliefstruktur ab. Wie entstand die Idee zu dieser Kollektion?
Linda: Es gab nicht die eine Inspirationsquelle. Das Ganze war zunächst ein klassisches Schubladenprojekt. Weil ich wusste, dass wir unser Sortiment im Bereich Vasen erweitern wollten, habe ich immer mal wieder daran gearbeitet und immer neue Aspekte einfließen lassen. Als ich die Entwürfe meinem damaligen Vorgesetzten zum ersten Mal gezeigt habe, entstand daraus Schritt für Schritt ein echtes Entwicklungsprojekt.
Und was waren die Aspekte, die du hast einfließen lassen? Warum sieht die Kollektion heute so aus, wie sie aussieht?
Linda: Mich hat die Idee gereizt, etwas zu entwickeln, das eine gewisse Vertrautheit mit sich bringt, gleichzeitig aber auf etwas Unerwartetes trifft. Die Form ist von Grund auf quadratisch, aber dann doch eher rund – wie ein von der Natur rundgeschliffener Flusskiesel. Und auf diese weiche und harmonische Form trifft dann wiederum die feine Rillenstruktur die sowohl optisch als auch haptisch einen Mehrwert bietet. Auch dass wir bei FÜRSTENBERG die Möglichkeit haben, Porzellan zu satinieren, fand ich spannend. So konnten wir eine Seite des Werkstoffs zeigen, die viele Menschen gar nicht kennen.
Gab es bei der Entwicklung besondere Herausforderungen?
Linda: Ja, vor allem die Rillenstruktur. Gemeinsam mit unserem Modellmeister Jan Rücker mussten wir eine Lösung finden, damit sich die Vase trotz der feinen Details überhaupt fertigen und nach dem Gießen entformen lässt. Solche technischen Herausforderungen sieht man später kaum, sie gehören aber zu jeder Produktentwicklung dazu.